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Fazit
Mit der ZBOX Magnus One ECM73070C kann man auf der nächsten LAN-Party auftrumpfen!

Mit der ZBOX Magnus One ECM73070C kann man auf der nächsten LAN-Party auftrumpfen!

Nachdem wir die ZBOX Magnus One ECM73070C von ZOTAC auf den zurückliegenden Seiten ausführlich beleuchtet haben, kommen wir nun zu einem abschließenden Fazit des Tests.

Wie Intel mit seinen NUC-Extreme-Modellen (siehe Test Intel NUC Extreme Kit NUC9i9QNX, bietet auch Hersteller ZOTAC seit einiger Zeit kompakte Mini-PCs für Gamer an und vermarktet diese im Rahmen der Magnus-Familie. Dabei ist man stets bestrebt, möglichst viel Leistungspotenzial von Desktop- und Workstation-Maschinen in schlanke Gehäuse mit geringen Abmessungen zu integrieren. Mit der ZBOX Magnus One ECM73070C bietet man seit Anfang des Jahres eine 8L-ZBOX an, die sich einer herkömmlichen Desktop-Grafikkarte der RTX-3000-Familie bedient und so als echte Gaming-Maschine taugt. Gepaart wird die hohe Grafikleistung mit einem Intel-Core i7-10700-Prozessor, der acht physische Kerne mit 2,9 GHz Basistakt im Gepäck hat.

Als Käufer benötigt man nur noch eine passende SSD (wahlweise SATA oder M.2 möglich) und DDR4-Speicher (SO-DIMM) ‒ schon verwandelt sich der Barebone in ein einsatzfähiges Komplettsystem mit jeder Menge Power für die nächste LAN-Party. Dabei ist die Bestückung denkbar einfach, denn das Gehäuse lässt sich intuitiv öffnen und die Komponenten sich problemlos verbauen. High-End-Ausstattung ist auch in Form von Wi-Fi 6 WLAN und 2,5-Gbps-Ethernet (Killer) mit an Bord. Vermisst haben wir leider einen Thunderbolt-Anschluss und den USB-C-Port an der Gehäusefront hätten wir gerne als USB 3.1 Gen2 ausgeführt gesehen. Gen1-Geschwindigkeit an den USB-Schnittstellen ist eigentlich nicht mehr zeitgemäß, vor allem nicht in dem Preissegment, in dem sich die Magnus One bewegt.

In der Praxis überzeugt die ZBOX mit einem gut arbeitenden Thermomanagement, das sowohl CPU als auch GPU zur vollen Entfaltung kommen lässt. Das heißt, dass sowohl die Turbo-Mechanismen der Core-i7-CPU arbeiten als auch die Boost-Frequenz der GeForce-GPU durchweg auf hohem Niveau war. Die Package-Power der CPU lag während der Dauertests nie unterhalb von 65 Watt, was der spezifizierten TDP entspricht ‒ sehr gut! Die Geräuschentwicklung im lastfreien Betrieb und unter Volllast könnte noch etwas niedriger sein, was man auch unter Zuhilfenahme von BIOS-Feineinstellungen in den Griff bekommen kann. Die Idle-Leistungsaufnahme war mit 28 Watt vergleichsweise hoch.

Hardware-Mag Award „Editor\'s Choice“

Die ZBOX Magnus One ECM73070C ist (als Barebone) derzeit ab circa 1.650 Euro (Quelle: Geizhals.de, Stand: 05/2021) zu haben (drei Jahre Herstellergarantie). Mit einer Garantieerweiterung durch Registrierung innerhalb von 28 Tagen nach Kauf, wird die Garantiezeit sogar auf fünf Jahre ausgedehnt. Rechnet man noch die Kosten für SSD und DDR4 hinzu, lässt sich das Komplettsystem für unter 2.000 Euro in Betrieb nehmen und die nächste LAN-Party kann kommen!

Grundsätzlich ist das natürlich viel Geld, aber die ZBOX wird nochmals attraktiver, wenn man deren Straßenpreis mit dem der verbauten GeForce RTX 3070 vergleicht, die durchweg deutlich über 1.000 Euro kostet. Zieht man diese Kosten ab, bekommt man die ZBOX für wenige Hundert Euro. Außerdem ist die ECM73070C tatsächlich auch bei einigen Händlern lagernd und sofort lieferbar. Wer also auf der Suche nach einer kompakten Gaming-Maschine ist und entsprechend tief in die Tasche greifen könnte, kann bedenkenlos zugreifen. Mit etwas Glück und Geduld beim Sichten von Preisvergleichs-Portalen, bekommt man die ZBOX teilweise auch schon für unter 1.500 Euro angeboten.

Abschließend verleihen wir der ZOTAC ZBOX Magnus One ECM73070C unseren Editor's-Choice-Award!

ZOTAC ZBOX Magnus One ECM73070C
  • Sehr hohe Performance in allen Bereichen
  • Gutes Thermomanagement
  • Wi-Fi 6 und 2,5-Gbps-Ethernet
  • Leistungsstabilität (65-Watt-CPU)
  • Händler-Verfügbarkeit
  • 5 Jahre Garantie nach Registrierung
  • (Hoher Anschaffungspreis)
  • Hohe Leistungsaufnahme im Idle
  • Nur USB 3.1 Gen1 an Gehäusefront
  • Kein Thunderbolt

Performance-Ranking
ZOTAC ZBOX Magnus One ECM73070C
100,0
Intel NUC Extreme Kit NUC9i9QNX
91,2
Razer Blade 15 Base Model 2020 (Gaming)
75,2
Razer Blade 15 Base Model 2020 (Creator)
74,9
ASUS ROG Zephyrus S GX502GW-AZ054R
73,4
Razer Blade 15 Base Model 2020 (Balanced)
72,9
Razer Blade Stealth 13 2020 (Gaming)
53,6
Razer Book 13 (Performance)
52,9
Razer Blade Stealth 13 (Gaming)
51,2
Razer Book 13 (Balanced)
51,2
Razer Blade Stealth 13 2020 (Balanced)
50,9
HP Spectre x360 15-df0126ng
50,4
Razer Blade Stealth 13 (Balanced)
49,0
Razer Book 13 (Battery Saver)
48,5
Intel NUC Kit NUC8i7BEH (SSD 660p)
46,5
Razer Blade Stealth 13 (Battery Saver)
45,0
Intel NUC Kit NUC8i7BEH (VT180)
44,8
Lenovo Yoga C940-14IIL
44,6
Razer Blade Stealth 13 2020 (Battery Saver)
43,9
ASUS VivoBook S14 S433FA-EB016T
 
38,8
Gigabyte BRIX GB-BRi7-8550
 
37,0
Intel NUC Kit NUC8i3CYSM (VT180)
 
33,6
Intel NUC Kit NUC8i3CYSM (2.5" Video HDD)
 
32,1
Angaben in Prozent (mehr ist besser)
Autor: Patrick von Brunn
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