ARTIKEL/TESTS / ZOTAC ZBOX Magnus One ECM73070C Test
Technische Daten und Ausstattung
An der Vorderseite sind gleich mehrere Anschlüsse für den Alltag untergebracht.

An der Vorderseite sind gleich mehrere Anschlüsse für den Alltag untergebracht.

Die ZBOX Magnus One misst 126 mm x 249 mm x 266 mm (B x H x T) und erreicht somit ein Volumen von rund 8,3 Litern. Im Inneren befindet sich ein absolutes High-End-System, das mit großen Desktop-Maschinen mühelos mithalten kann. Entsprechend aufwändig und stark optimiert ist der Aufbau und die Unterbringung der entsprechenden Komponenten. Dennoch handelt es sich zum Beispiel bei der Grafikkarte um ein herkömmliches Modell mit zwei Slots Bauhöhe und gewöhnlichen Abmessungen ‒ also keine spezielle Mini-Version, was wiederum die Auswahlmöglichkeiten einschränken würde. Theoretisch wäre also sogar genügend Platz für jede andere Dual-Slot-Grafikkarte mit einer Gesamtlänge von maximal 230 mm vorhanden.

Als Basis des Systems dient ein Mainboard mit H470-Chipsatz, das ZOTAC selbst entwickelt hat. Das Herzstück ist ein Intel-Core-i7-10700-Prozessor der 10. Core-Generation (Comet Lake-S). Die CPU des SoCs bietet acht Kerne und kann dank Hyper-Threading-Technologie bis zu 16 Threads parallel bearbeiten kann. Der Basistakt ist mit 2,9 GHz spezifiziert, kann unter bestimmten Lastszenarien auf bis zu 4,8 GHz (Turbo Boost Max 3.0) bzw. 4,7 GHz (Turbo Boost 2.0) ansteigen. Satte 16 MB L3-Cache (Smart Cache) stehen als schneller Zwischenspeicher für alle Cores parat. Die TDP des gesamten Packages wird mit 65 Watt angegeben. Mehr zur Leistungsaufnahme des Gesamtsystems und unseren Messungen zur Leistungsreduzierung von CPU und GPU (jeweils bedingt durch Thermal-Throttling) erfahren Sie auf den folgenden Seiten des Artikels.

Die Intel-CPU verfügt über ein Dual-Channel-Speicherinterface, an dem bis zu 128 GB DDR4 mit einer Geschwindigkeit von bis zu 2.933 MHz betrieben werden können. Da es sich um ein Barebone-System handelt, ist ab Werk kein Speicher verbaut und muss daher separat gekauft und installiert werden. Auf dem H470-Mainboard sind zwei SO-DIMM-Sockel für entsprechende Speicherbestückung vorhanden.

Auf der Rückseite werden die beiden mitgelieferten Stabantennen für WLAN-Konnektivität montiert.

Auf der Rückseite werden die beiden mitgelieferten Stabantennen für WLAN-Konnektivität montiert.

Die beiden Seitenteile sind identisch ausgeführt und mit einer schicken Meshoptik sowie Herstellerlogo versehen.

Die beiden Seitenteile sind identisch ausgeführt und mit einer schicken Meshoptik sowie Herstellerlogo versehen.

Der Core i7-10700 verfügt außerdem über eine integrierte Grafikeinheit, so dass man die ZBOX theoretisch auch ohne dedizierte Grafik nutzen könnte. Die Intel UHD Graphics 630 (GT2, Gen 9.5) ist mit 24 EUs (Execution Units) ausgestattet und wird mit einem Basistakt von 350 MHz betrieben. Dynamisch kann die Betriebsfrequenz der Ausführungseinheiten auf bis zu 1,2 GHz anwachsen.

Über ein separates Speicherinterface bedient sich die integrierte Grafik aus dem Hauptspeicher des Systems (max. 64 GB) und muss somit ohne dedizierten Grafikspeicher arbeiten. Unterstützung für DX12 (Feature-Level 12_1) sowie verschiedene Intel-Technologien (z.B. Quick-Sync-Video, InTru 3D, ...) runden das Gesamtpaket ab. An der Rückseite des Gehäuses ist ein dazugehöriger HDMI-Port (1.4) herausgeführt, der Auflösungen bis 4.096 x 2.160 @ 30 Hz ermöglicht. Für den Einsatz einer dedizierten Grafikkarte steht ein PCI-Express-Port (x16) bereit. Bereits ab Werk ist die ZBOX mit einer ZOTAC Gaming GeForce RTX 3070 Twin Edge ausgestattet und hat entsprechend viel 3D-Power zu bieten.

Eine ZOTAC Gaming GeForce RTX 3070 Twin Edge ist standardmäßig bereits verbaut.

Eine ZOTAC Gaming GeForce RTX 3070 Twin Edge ist standardmäßig bereits verbaut.

Hinsichtlich Schnittstellen ist die flinke ZBOX rundum gut aufgestellt. An der Vorderseite finden wir neben der beleuchteten Power-Taste und dreier Status-LEDs (Power, Wi-Fi, HDD) auch zwei USB-Ports (Type-A und Type-C, jeweils USB 3.1 Gen1), einen Kartenleser für SD-Karten (SDHC- und SDXC-Support) sowie einen Klinkenanschluss für Kopfhörer und Mikrofon. An den Seiten befinden sich keinerlei Anschlüsse. Weiter geht es auf der Rückseite mit 1 x HDMI 1.4, 4 x USB 3.1 Gen2 (Type-A), 2 x USB 3.1 Gen1 (Type-A) sowie 2 x RJ45 für Netzwerkanschluss (GbE und 2,5-GbE; Killer E3000). Außerdem ist auch ein Kensington-Lock zur Diebstahlsicherung vorhanden. Hinzu kommen die Anschlüsse auf der GeForce-Grafikkarte (1 x HDMI 2.1, 3 x DisplayPort 1.4a).

Der Anschluss für das Netzkabel ist ebenso an der Rückseite zu finden und geht direkt in das integrierte Netzteil. Das Netzteil von FSP hört auf die Modellbezeichnung FSP500-30AS, ist nach 80PLUS Platinum zertifiziert und wird auch im Intel NUC Extreme Kit NUC9i9QNX verbaut. Mehr als 40 Ampere kann das Netzteil dabei auf der 12-V-Schiene liefern, was den Einsatz von High-End-Grafikkarten wie der RTX 3070 begünstigt.

Zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen gehören 7.1 Audio sowie verschiedene drahtlose Schnittstellen. Dazu zählen Wireless Wi-Fi 6 (WLAN 802.11a/​b/​g/​n/​ac/​ax, 2x2, Killer AX1650, wechselbar) sowie Bluetooth 5.0. Für Massenspeicher hält die ZBOX einen herkömmlichen SATA-Anschluss für 2,5-Zoll-Laufwerke sowie zwei M.2-Ports (jeweils PCIe 3.0 x4, 22110/​2280/​2242 und 2280/​2242). Ein zusätzlicher PCI Express Port für Erweiterungskarten ist nicht vorhanden.

Mit nur wenigen Handgriffen und ohne Werkzeug lässt sich die ZBOX öffnen und zerlegen.

Mit nur wenigen Handgriffen und ohne Werkzeug lässt sich die ZBOX öffnen und zerlegen.

Autor: Patrick von Brunn
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