ARTIKEL/TESTS / Razer Book 13 mit Intel Evo im Test
Praxiseinsatz
Das Layout der QWERTZ-Tastatur ist angenehm.

Das Layout der QWERTZ-Tastatur ist angenehm.

Hinsichtlich Optik und Verarbeitung ist man von Razer ein durchaus hohes Niveau gewohnt, woran auch die Book-13-Familie problemlos anknüpfen kann. Das anodisierte Alu-Gehäuse in Mercury-Finish hinterlässt einen sehr edlen und hochwertigen Eindruck und macht das schlanke Business-Notebook zu einem echten Hingucker.

Die Full-HD-Auflösung bei 16:10-Format ist gleichbedeutend mit 1.920 x 1.200 Pixeln, was in der Vertikalen etwas mehr Spielraum schafft. Das verwendete IPS-Panel für hohe Blickwinkel sowie satte Farben samt sRGB-Abdeckung, leider aber nur bei 60 Hz und eine Modellvariante mit schnelleren Panels wird derzeit nicht angeboten. Die seitlichen Ränder sind schmal und der untere Rand („Kinn“), der z.B. beim Blade Stealth 13 relativ hoch ist, beträgt hier nur wenige Millimeter. Über den Nutzen des Touchscreens mag man sich sicherlich streiten können bzw. hängt dieser sehr vom Einsatzgebiet und den Gewohnheiten des Anwenders ab ‒ die kostengünstigste Book-Version kostet nur 1.299,99 Euro (UVP) und kommt ohne Touchscreen zum Käufer.

Unverändert gegenüber anderen Razer-Notebooks sind die verschiedenen Arbeitsprofile, mit denen man das Razer-Gerät betreiben und an die persönlichen Vorlieben bzw. Workloads anpassen kann. Wer das Book 13 im Praxiseinsatz hat, muss sich im Akku- und Netzbetrieb jeweils für ein Arbeitsprofil entscheiden. Dieses Profil legt die Performance des Systems fest und beeinflusst diese, wie unsere Benchmarks auf den folgenden Seiten noch zeigen werden, sehr deutlich. Grundsätzlich bietet der Hersteller drei Profile an: Balanced, Battery Saver und Performance, wobei im Akkubetrieb nur die beiden Erstgenannten zur Auswahl stehen.

Während unserer Tests blieb die CPU-Frequenz mit circa 1,2 GHz im lastfreien Idle-Betrieb unabhängig vom gewählten Profil auf vergleichbarem Niveau. Ein anderes Bild ergibt sich jedoch unter Belastung des Systems, denn hier spielt das Arbeitsprofil eine große Rolle und beeinflusst die verfügbare CPU-Package-Power. Im Performance-Mode stehen der CPU bis zu 28 Watt (TDP-up) zur Verfügung und die Taktfrequenz pendelt sich unter konstanter Last bei rund 2,2 GHz ein. Bei Wahl des Balanced-Modes liegt die Package-Power bei 20 Watt und der Prozessor erreicht dauerhaft 1,8 GHz. Allgemein können wir Spitzenwerte von 4,7 GHz sowie rund 100 °C Package-Temperature messen. Im Netzbetrieb reizt das Razer Book 13 mit kurzzeitig gemessenen 64 Watt (AC-Leistungsaufnahme) das 65 Watt starke USB-C-Netzteil gut aus. Im Dauerbetrieb lag die Leistungsaufnahme bei etwa 52 Watt.

Hinsichtlich Geräuschentwicklung könnten wir erwartungsgemäß im Performance-Arbeitsprofil die höchsten Werte erzielen, was gleichbedeutend mit 47,5 dB(A) in Front des Geräts ist. Seitlich waren es immer 1-2 dB(A) mehr, da die Lüfteraktivität stärker hörbar ist. Bei Verwendung der Arbeitsprofile Balanced oder Battery Saver wird das Razer Book 13 auch unter voller Belastung deutlich leiser und erreicht nur noch etwa 42-43 dB(A). Im lastfreien Idle-Betrieb ist das Notebook quasi nicht mehr von ggf. vorhandenen Umgebungsgeräuschen zu unterscheiden.

Die Tastatur bietet viele Beleuchtungs-Modi, die sich per Software einstellen lassen.

Die Tastatur bietet viele Beleuchtungs-Modi, die sich per Software einstellen lassen.

Mit der Rubber-Dome-Tastatur lässt sich insgesamt ordentlich arbeiten. Auf einen Nummernblock hat Razer, wie auch auf weitere Multimedia-Keys, beim Design des Tastenlayouts verzichtet. Oben rechts, mit in das Layout integriert, befindet sich der Power-Button. Diesen hat Razer gegen versehentliche Betätigung dahingehend gesichert, dass eine Kraft von 120 g für 300 ms aufgebracht werden muss. Die Strg-Taste befindet sich ganz links außen ‒ sehr gut. Die RGB-Hintergrundbeleuchtung der Tasten kann einzeln per Software angepasst werden und bietet sehr viele Möglichkeiten der Individualisierung. Für ein Business-Notebook sicherlich ein außergewöhnliches Feature.

Das umfangreiche Ecosystem wird von Razer Chroma Studio ergänzt. Befindet man sich im Akkubetrieb, wird das Key-Backlight zur Schonung des Akkus auf 50% der Helligkeit reduziert. Die RGB-Anpassung pro Taste eignet sich hervorragend, um kritische Tasten für verschiedene Spiele hervorzuheben, sowie für workflow-spezifische Tastenkombinationen, die Zeit sparen. Viele vorgefertigte Effekte garantieren zudem eine einfache Anpassung an eigene Vorlieben. Natürlich können auch weitere Razer-Geräte und das persönliche Razer-Konto verknüpft werden.

Bereits ab Werk sind die vollständigen Razer-Tools auf dem Gerät installiert und einsatzbereit. In der Taskleiste hat Razer ein Tray-Icon untergebracht, das schnellen Zugriff auf die verschiedenen Razer-Software-Funktionen ermöglicht. Gleichzeitig hat Razer die Windows-Installation von unnötiger „Bloatware“ befreit.

Razer Software ‒ Wahl des Arbeitsprofils.

Razer Software ‒ Wahl des Arbeitsprofils.

Razer Software ‒ Konfiguration der Beleuchtung.

Razer Software ‒ Konfiguration der Beleuchtung.

Razer Software ‒ Anpassung der Beleuchtung per Chroma Studio.

Razer Software ‒ Anpassung der Beleuchtung per Chroma Studio.

Autor: Patrick von Brunn
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