ARTIKEL/TESTS / Menlow-Preview: Intel Centrino Atom im Detail
Der Atom Prozessor im Detail

Der Intel Atom Prozessor basiert auf der bereits bekannten 45 nm Fertigungstechnologie (High-K Metal Gate oder kurz HKMG), wie sie auch bei den aktuellen Deskto-Prozessoren zum Einsatz kommt. Dabei sorgt die auf Hafnium basierende Technologie auch hier für reduzierte Leckströme in der CPU, die typischerweise zu unnötigem Stromverbrauch und Wärmeentwicklung führen. Leckströme gehören zur Klasse der statischen Ströme und treten in den letzten Chip-Generationen verstärkt in den Mittelpunkt, da diese durch die immer kleiner werdenen Strukturbreiten begünstigt werden (beispielsweise Tunneleffekte am Gateoxyd). Dem tritt man mit entsprechenden Maßnahmen entgegen, um die CMOS-Schaltungen zu optimieren.

DIE-Shot des nur 25 mm² messenden 45 nm Intel Silverthorne Prozessors.

Ebenso wie die großen Brüder aus der Desktopabteilung verfügt der, unter dem Codenamen Silverthorne entwickelte Atom über die Stromsparmechanismen Enhanced Speed Step und Deep Power Down (C6), mit deren Hilfe große Teile der CPU schlafen gelegt werden können. Als Resultat zeigt sich der Atom mit einer TDP (Thermal Design Power) von 0,6 bis 2,4 Watt je nach Frequenz des jeweiligen Modells und einem laut Intel durchschnittlichen Stromverbrauch von 220 mW, was sich in Anbetracht der hohen Frequenzen von 800 MHz bis 1,86 GHz - je nach Modell - durchaus sehen lassen kann. Ein wichtiger Punkt, wenn man bedenkt, dass die 47 Millionen Transistoren ihre Wärme nur über eine DIE Größe von lediglich 25 mm² abgeben können. Dies entspricht einem Platzbedarf, der unter dem einer Euro-Cent Münze liegt (siehe Bild oben). Um ein Maximum an Leistung und Effizienz aus der 16-stufigen Pipeline des Prozessors zu holen, verfügt der Atom zudem über die Fähigkeit zum Hyper-Threading. Für die Praxis bedeutet dies, dass Silverthorne eine mehrfädige-Architektur nutzt und damit in der Lage ist, schnelle Kontextwechsel zwischen verschiedenen Threads durchzuführen. Damit soll bei gleichen technischen Eckdaten (Frequenz, Cache etc.) und moderatem Hardwareaufwand die Bearbeitungseffizienz der CPU steigen (Threads nutzen gegenseitig Wartezyklen aus). Zu den weiteren Features gehören Intels Virtualisierungs-Technologie und SSE3.

Atom Modelle im Überblick
Modell Taktrate FSB L2-Cache TDP Preis
Z500 800 MHz 400 MHz 512 KB 0,6-0,7 W 45 $
Z510 1,10 GHz 400 MHz 512 KB 2,0 W 45 $
Z520 1,30 GHz 533 MHz 512 KB 2,0 W 65 $
Z530 1,60 GHz 533 MHz 512 KB 2,0 W 95 $
Z540 1,86 GHz 533 MHz 512 KB 2,4 W 160 $
Autor: Pascal Heller

 #AMD   #Apple   #Apps   #BIOS   #Display   #Gamer   #Gaming   #Gehäuse   #Grafikkarte   #Headset   #Intel   #Lüfter   #Mainboard   #Notebook   #NVMe   #Prozessor   #Ryzen   #Smartphone   #Software 

Lenovo Yoga C940-14IIL Convertible im Test
Lenovo Yoga C940-14IIL Convertible im Test
Lenovo Yoga C940-14IIL

Mit dem Yoga C940 bietet Lenovo ein Convertible basierend auf Intels 10. Core-Generation Ice-Lake an. Wir haben das flexible Leichtgewicht samt Touchscreen und Digitizer in der Praxis auf Herz und Nieren geprüft.

Razer Blade 15 Gaming-Notebook im Test
Razer Blade 15 Gaming-Notebook im Test
Razer Blade 15 Base Model 2020

Razer statt das aufpolierte Blade 15 als Modellvariante 2020 mit neuen Intel Core-Prozessoren der 10. Generation aus. Ob das flinke Gamer-Notebook mit GeForce-RTX-Grafik im Test überzeugen kann, lesen Sie in unserem Review!

Ice Lake: Razer Blade Stealth 13 im Test
Ice Lake: Razer Blade Stealth 13 im Test
Razer Blade Stealth 13

Das Razer Blade Stealth 13 ist ein schlankes Ultrabook mit Intels 10th Gen Ice Lake CPU. Dank GeForce GTX 1650 Max-Q soll sich das Leichtgewicht auch für Gaming eignen. Mehr dazu im Test.

ASUS ROG Zephyrus S GX502GW im Test
ASUS ROG Zephyrus S GX502GW im Test
ASUS ROG Zephyrus S GX502GW

Das ROG Zephyrus S GX502GW von ASUS gehört zur Premium-Klasse und kann u.a. eine GeForce RTX 2070 bieten. Wir haben den Boliden im Praxistest genau begutachtet.