ARTIKEL/TESTS / Lenovo Yoga C940-14IIL Convertible im Test
Praxiseinsatz
Der Active Pen findet direkt im Gehäuse Platz und wird damit nicht nur sicher verstaut, sondern auch wieder aufgeladen.

Der Active Pen findet direkt im Gehäuse Platz und wird damit nicht nur sicher verstaut, sondern auch wieder aufgeladen.

Lenovo hat sich in den vergangenen Jahren vor allem im Bereich der Business-Notebooks etabliert und ist unter anderem für hochwertige Modelle in edlem Design bekannt. In diese Kategorie passt auch das Yoga C940, das auf ein vollständiges Aluminium-Gehäuse setzt und mit einer top Verarbeitung überzeugen kann. Die Basiseinheit bzw. der Body sowie der Deckel, in dem das Full-HD-Display untergebracht ist, machen einen robusten Eindruck. Der Rahmen rund um das Display ist mit 5 mm an drei der vier Seiten sehr schmal gehalten. Lediglich der untere Rand („Kinn“) ist hingegen etwas größer ausgefallen, stört in der Praxis aber nicht. Dadurch, dass der Rand überwiegend in schwarz gehalten und vom Glas des Displays überdeckt wird, fällt das weiter weniger ins Gewicht. Ein Teil des unteren Randes wird für das Schanier zwischen Deckel und Body genutzt und fungiert gleichzeitig als Zuhause für das Dolby-Atmos-Lautsprechersystem.

Eine umfangreiche Software-Ausstattung, wie wir sie beispielsweise von Razers Blade-Familie kennen, gibt es im Falle des Lenovo Yoga C940 nicht. Wie üblich, stehen aber die in Windows integrierten Optionen zur Anpassung der Performance bzw. der Akkulaufzeit zur Verfügung. Im Rahmen unserer Tests haben wir alle Messungen und Benchmarks mit den Werkseinstellungen (von Windows) durchgeführt. Die Ice-Lake-CPU sieht entsprechende Leistungsstufen vor, um temporär die Performance anheben zu können, sofern die entsprechenden Randbedingungen (Temperatur, Leistungsaufnahme) erfüllt sind. In der Praxis erreicht der i7-1065G7 dank Turbo-Boost-Technik bis zu 3,9 GHz und nutzt hierfür das zusätzliche Potenzial, das durch die TDP-up von 25 Watt zumindest kurzzeitig eingeräumt wird. Mehr zur Untersuchung der Leistungsstabilität im Dauerbetrieb erfahren Sie auf Seite 11 des Artikels.

Der Displayrahmen ist mit 5 mm an drei der vier Seiten sehr schmal und unauffällig.

Der Displayrahmen ist mit 5 mm an drei der vier Seiten sehr schmal und unauffällig.

Im lastfreien Idle-Betrieb oder bei geringen Lasten, wie sie z.B. im Office-Alltag oder beim Surfen auf der Couch anfallen, ist das Yoga C940 angenehm leise und die geringe Geräuschentwicklung der Lüfter, wenn sie denn drehen, ist nicht von den Umgebungsgeräuschen zu unterscheiden. Erst bei voller Belastung des Geräts mit anspruchsvollen Workloads macht es auf sich aufmerksam. In Zahlen bedeutet dies eine Geräuschentwicklung von rund 48,5 dB(A) direkt in Front des Geräts, wenn man es als Notebook aufstellt und verwendet. Seitlich an den Lufteinlässen ist die Emission der Lüfter stärker warzunehmen, was sich in etwa 52,5 dB(A) niederschlägt. Teilweise pulsieren die Lüftergeräusche unangenehm hörbar, was jedoch abhängig von der Lastsituation und somit nicht konstant der Fall ist. Was die Leistungsaufnahme betrifft, ist das Convertible mit 48 Watt im eingeschwungenen Zustand unter Belastung sehr sparsam. Kurzzeitig und so lange die Turbo-Boost-Mechanismen noch greifen, konnten wir 64 Watt Peak-Leistungsaufnahme messen ‒ das entspricht ungefähr der maximalen DC-Abgabeleistung des mitgelieferten Netzteils (65 Watt).

Die Hintergrundbeleuchtung der Tasten ist sehr praktisch, in der Praxis aber leider nicht durchweg homogen.

Die Hintergrundbeleuchtung der Tasten ist sehr praktisch, in der Praxis aber leider nicht durchweg homogen.

Die Eingabemöglichkeiten am Lenovo-Convertible sind vielfältig. Die verbaute Rubber-Dome-Tastatur, die einen sehr angenehmen Druckpunkt bietet, konnte in der Praxis während unserer ausführlichen Tests ebenso überzeugen. Auf einen Nummernblock hat der Hersteller, wie auch auf weitere Multimedia-Keys, beim Design des Tastenlayouts verzichtet. Die kleinen, halbhohen Pfeiltasten für hoch/runter sind sicherlich Geschmacksache, aber auch bei vielen Notebook-Tastaturen Standard. Wichtiger ist hingegen, dass man weiterhin die Strg-Taste ganz links außen anordnet und nicht die Fn-Taste, wie andere Hersteller. Die Hintergrundbeleuchtung der Tastatur erstrahlt in weiß und macht auch einen Betrieb bei eingeschränkter Helligkeit möglich. Die Ausleuchtung der Tasten war teilweise nicht durchweg homogen und eine weitere Konfiguration, wie z.B. bei den Razer-Blade-Geräten, ist nicht vorgesehen. In unserem Praxistest konnte auch die kreative Arbeit mit dem Active Pen für Spaß sorgen und das schnelle Entsperren per Fingerprint funktionierte ebenso tadellos.

Mehr zum Leistungsvermögen der Modellvariante Yoga C940-14IIL erfahren Sie auf den nun folgenden Seiten. Dabei haben wir nicht nur zahlreiche Benchmarks durchgeführt, sondern auch Temperaturen, Leistungsaufnahme, Geräuschentwicklung, Akkuleistung und vieles mehr beleuchtet.

Das C940 bietet Eingabemöglichkeiten per Touchscreen, Stift, Touchpad, Tastatur und Fingerprint-Reader.

Das C940 bietet Eingabemöglichkeiten per Touchscreen, Stift, Touchpad, Tastatur und Fingerprint-Reader.

Autor: Patrick von Brunn
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