ARTIKEL/TESTS / PCIe Grafikchips: ATi und Nvidia im Überblick
Schlusswort und Ausblicke

Wie man auf den vorherigen Seiten eindrucksvoll wahrnehmen konnte, bieten beide Unternehmen - ATi und Nvidia - auch auf Basis des neuen PCI Express Busses wieder ein sehr reichhaltiges und vielseitiges Produktportfolio an. Jedoch sind die Strategien und Vorgehensweisen durchaus unterschiedlich. So setzt Nvidia bei der eigenen GeForce PCX Serie auf die bereits produzierten GeForce FX Grafikchips, und macht diese mit Hilfe einer AGP-PCI-Bridge PCIe-fähig. In Sachen Performance gibt es hier keinerlei Neuerungen, da die Karten somit exakt ein Abbild der AGP-Versionen darstellen. Eher darf man von ein bisschen weniger Performance ausgehen, was sich durch die erhöhten Latenzen durch die Bridge begründen lässt. Eventuell lässt sich dies durch den höheren Datendurchsatz des PCIe x16 (4 GB/sec bidirektional) ausgleichen.




ATi geht die Sache jedoch etwas anders an: Mit den X300 und X600 Serien präsentierte man "echte" PCI Express Grafikchips, die über nativen Support des neuen Bussystems verfügen, und nicht über einen Bridge-Chip. Des Weiteren portiert ATi die bisherigen Technologien nicht einfach in ein neues Package, sondern stattet diese teilweise auch mit neuen Techniken oder mehr Leistung aus. So kann die X300-Serie, welche direkter Gegenspieler zur Radeon 9200 auf AGP-Basis ist, auf Shader 2.0 Hardware setzen - bisher ein Novum von Mainstream und High-End. In Sachen Leistung ist auch die X600 XT neu, welche sich im Bereich der Performance etwas über einer Radeon 9600 XT ansiedeln dürfte - theoretisch wohlgemerkt. Die Radeon X600 Pro entspricht exakt der 9600 Pro. Vergessen sollte man auch nicht die ersten Grafikchips in 110 nm Fertigung (X300), was ebenfalls absolut neu ist - man darf unter anderem auf Wärmeentwicklung und Leistungsaufnahme von X300 und X300 SE gespannt sein.

Dies waren grob zusammengefasst die Einstiegs- und Mainstream-Strategien der beiden Giganten. Im High-End Bereich sind sich Nvidia und ATi einig, und setzen beide auf nativen PCIe Support - auch keine Bridge mehr bei Nvidia. Aus diesem Grund fertigen beiden Unternehmen leicht weiterentwickelte Varianten der High-End AGP-Chips: Nvidia NV45 und ATi R423. Nvidia geht an dieser Stelle noch einen Schritt weiter und stattet GeForce 6800 GT und Ultra Karten für PCI Express mit so einem so genannten M-Port aus, der SLI (Scalable Link Interface) ermöglichen soll. Erste SLI-Systeme bzw. Retail-Karten sollen im Herbst in den Regalen stehen. Des Weitern erwarten uns in diesem Jahr noch weitere Grafikchips, zu den bisher aber noch kaum Details bekannt sind: NV48 (AGP), NV48e (PCIe), NV44 (PCIe?), NV43 (PCIe?), R480 (PCIe). Wir sind auf den weiteren Verlauf dieses Jahres gespannt!

Autor: Patrick von Brunn
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