Apple wird noch in diesem Frühjahr den ersten iTunes-Videostore Europas in Luxemburg eröffnen. Der luxemburgische Wirtschaftsminister Jeannot Krecke bestätigte damit gegenüber AFP Berichte in der luxemburgischen Presse. Dabei sollen Filme wie DVDs bereits drei Monate nach ihrem Kinostart über den iTunes-Videostore als Download erhältlich sein. Die Rechteinhaber wollen damit die Piraterie eindämmen.
Ob Apple noch an die nationalen Filmstudios in Europa herantreten werde, wollte Georg Albrecht, Sprecher bei Apple Deutschland, pressetext gegenüber nicht sagen. An Constantin Film sei Apple noch nicht herangetreten. Aber das würde man sicher im Dialog noch lösen, so Fred Kogel, Vorstandsvorsitzender von Constantin Film AG. Allerdings ist das Interesse in der deutschen Filmbranche am iTunes-Videostore verhalten. "Es ist fraglich, ob es sich beim Verbraucher durchsetzen wird, auf einem sehr kleinen Bildschirm Filme anzusehen", so ein Vertreter aus der deutschen Filmbranche. Viel interessanter seien hingegen Angebote von Onlineanbietern, die vom PC auf den Fernsehbildschirm übertragen werden können.
Apple ist bereits mit seinem iTunes-Musicstore in Luxemburg vertreten, der 2005 eröffnet wurde. Das Unternehmen habe sich aus steuerlichen Gründen für das Großherzogtum entschieden. Die Mehrwertsteuer für Medieninhalte liege dort im Europavergleich mit 15 Prozent sehr günstig. Amazon und AOL haben ihre europäischen Niederlassungen ebenfalls in Luxemburg angesiedelt.
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