Die größte Beschlagnahme an gefälschter Software und Komponenten ist dem FBI nach zwei jähriger Ermittlung in Los Angeles gelungen. Illegale Kopien im Wert von 80 Mio. Dollar konnten beschlagnahmt werden. Elf Verdächtige aus Kalifornien, Washington und Texas wurden wegen dem Vertrieb mit gefälschten Produkten festgenommen, berichtete der Softwareriese Microsoft in einer Pressemitteilung.
Das FBI verhaftete bereits Ende August elf Einzelpersonen. Die Einzelpersonen sind angeblich verantwortlich für eine große Anzahl an Software-Piraterie-Tätigkeiten, wie unautorisierte Datenkopien, Drucken von gefälschten Beschreibungen und Vertrieb von gefälschter Software. "Das FBI hat eine beispiellose Partnerschaft zwischen der Strafverfolgung und der Industrie geschaffen um einen der schwierigsten Fälle zu lösen", sagte Rich LaMagna, Manager von Microsoft. Die Ermittlungen waren während der vergangenen zwei Jahre unter dem Namen "Digital Marauder" bekannt.
Die Angeklagten Tobias Grace aus Vancouver und Sanh Thai aus Los Angeles waren angeblich an der Verbreitung von illegaler Software beteiligt. Sie errichteten eine Website für Raubkopien in Los Angeles, auf der sie unter anderem Adobe- und Symantec-CDs anboten. Bei einer Hausdurchsuchung vergangenen April wurden die Geräte beschlagnahmt. Grace arbeitete laut FBI-Angaben mit Thai zusammen, um die Dienste des Druckers Thanh Tuong aus San Francisco in Anspruch nehmen zu können. Tuong wird vorgeworfen gefälschte Beschreibungen für Microsoft-Server-Produkte und andere Software-Produkte gedruckt zu haben.
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