Der Markt für Software zum Schutz von Daten steht vor einem gewaltigen Boom. Laut Berechnungen von JupiterResearch soll sich der Umsatz mit so genannten Digital Rights Management (DRM)-Lösungen in den kommenden Jahren vervielfachen. Im vergangenen Jahr wurden mit DRM-Systemen weltweit lediglich 36 Mio. Dollar umgesetzt, in vier Jahren sollen es bereits 274 Mio. Dollar sein.
Digital Rights Management Systeme sind im Wesentlichen elektronische Vertriebssysteme für digitale Inhalte, die die sichere Verbreitung und Verwertung digitaler Inhalte und eine effiziente Rechteverwaltung ermöglichen. Derartige Systeme bieten eine Fülle verschiedener Schutzmechanismen wie etwa Verschlüsselung, Kopierschutzverfahren oder digitale Wasserzeichen. Sie können im Extremfall verhindern oder erschweren, dass der Nutzer zu einem digitalen Inhalt Zugang hat.
Der DRM-Markt hat sich bis dato auf einem relativ niedrigen Level bewegt - Experten erwarteten den Durchbruch erst, wenn die Technologie ausgefeilt ist. Einige größere Kaliber der Branche wie Microsoft und Adobe haben freilich bereits Interesse an derartigen Tools gezeigt. Microsoft etwa hat unter dem Namen Janus ein DRM-System kreiert, das es möglich macht, digitale Musik mit einem Ablaufdatum zu versehen. JupiterResearch hat in einer Befragung von 800 IT-Managern auch bei Unternehmen beträchtliches Interesse an derartigen Lösungen geortet. Einige Branchen würden speziell nach DRM-Lösungen verlangen.
"Der Finanzbereich, Hightech-Betriebe sowie Regierungsstellen werden bei der Anwendung von DRM vorangehen", erklärte JupiterResearch-Analyst Peter Sargent. Hier steht besonders das Bestreben im Vordergrund, eine sichere und kontrollierte Dokumenten-Übertragung zu gewährleisten und die Integrität der Dokumente sicherzustellen.
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