Microsoft hat sein Sicherheitsportfolio gestärkt und sich den Anti-Spyware-Experten Giant ins Boot geholt. Über finanzielle Details der Transaktion wurde nichts bekannt gegeben. Im Zuge der Übernahme wechselt ein Großteil des Giant-Personals zu Microsoft. Wie der Softwaregigant in einer Aussendung mitteilte, sollen Patente und Technologien des Sicherheitsexperten für die Entwicklung eines Tools zum Schutz vor Spyware genutzt werden.
"Spyware ist ein ernst zu nehmendes und wachsendes Problem für PC-Nutzer und die Kunden haben klar gemacht, dass sie sich von Microsoft effektive Lösungen zum Schutz gegen die Bedrohung erwarten", sagte der Chef der Sicherheitsabteilung von Microsoft, Mike Nash. Microsoft will den Windows-Usern nach eigenen Angaben binnen eines Monats eine Betaversion einer Anti-Spyware-Software zur Verfügung stellen.
Nach der Vielzahl der Sicherheitsattacken auf das Microsoft-Betriebssystem Windows bedeutet der Kauf von Giant nicht nur eine Stärkung des eigenen Sicherheitsportfolios. Vielmehr war Microsoft über Jahre abhängig von der Unterstützung fremder Unternehmen, um der Sicherheitsprobleme Herr zu werden, berichtet das Wall Street Journal (WSJ). Nun setzt Microsoft offenbar auf eine direktere Auseinandersetzung mit Viren, Spyware und Co.
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