Speicherkarten nach SD-Standard sind allgegenwärtig und beispielsweise in Smartphones, Tablets, Action-Kameras, Fotokameras, Single-Board-Computern und vielen anderen Produkten integriert. Dabei hat der SD-Standard das Format CF praktisch vom Markt verdrängt. Obwohl High-End-Speicherkarten Übertragungsraten von bis zu 300 MB/s erreichen, ist das für viele Anwendungen dennoch nicht schnell genug. Nicht zuletzt aus diesem Grund wurde dieser Standard weiterentwickelt und ab Version 7.0 wird eine PCI Express Verbindung mit NVMe zur Datenübertragung vorgesehen. Dadurch werden theoretische Übertragungsraten von bis zu 985 MB/s möglich, was gänzlich neue Anwendungsgebiete denkbar macht. Version 7.1 des SD-Standards sieht zudem nicht SD-Express-Karten in konventioneller Größe vor, sondern umfasst auch microSD-Express-Speichermedien.
Für einen Praxistest haben wir uns die Delock SD Express EX I Speicherkarte mit 256 GB (Artikel-Nr. 54091) in unser Testlab eingeladen. Der dazu passende Kartenleser kommt ebenfalls von Delock und verfügt über ein USB Type-C Interface (Artikel-Nr. 91000). Das Gespann verspricht hohe Übertragungsraten von bis zu 858 MB/s lesend sowie 804 MB/s schreibend. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen des Artikels!
Zu guter Letzt wollen wir uns bei Hersteller Delock für die Bereitstellung der Testmuster bedanken.
Auch an dieser Stelle nochmals eine kurze Erläuterung zum Problem mit Giga- und Gibibyte: Die umgangssprachliche Bedeutung und auch die Angabe der Windows-Betriebssysteme von Gigabyte, entspricht der eigentlichen Bezeichnung Gibibyte, da hier als Umrechnungsfaktor eine, aus der Binärsprache stammende, Zweierpotenz zu Grunde liegt. Diese Umrechnung ist streng genommen aber falsch, da die Bezeichnungen Kilo, Mega, Giga und so weiter, laut dem Internationalen Einheitensystem, auch kurz SI (Système international dunités), als Zehnerpotenzen festgelegt wurden. Somit entspricht eben ein Gigabyte nicht 2^30 Byte, sondern in Wirklichkeit 10^9 Byte; somit werden aus 100 GB eben 95,37 GiB. Größenangaben von zum Beispiel 4,7 GB von DVD-Rohlingen sind deswegen nicht falsch, unter Windows kann man zwar auf Grund jener Tatsache nur 4,37 GB beschreiben, allerdings insgeheim sind dies ja 4,7 GB, da ja hier eben jene Angabe der "falschen" Gigabyte-Größe vorgenommen wurde. Genauso sind die Angaben der Festplattenhersteller korrekte Werte und nicht, wie fälschlicherweise behauptet, Rechenfehler.
Delock SD Express EX I Karte mit 256 GB im Test.
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