Apple hat Sony die Öffnung seines iTunes Music Stores für digitale Musik-Player des japanischen Technologieriesen angeboten. Das berichtet das Branchenportal Cnet unter Berufung auf einen Bericht der japanischen Zeitung Nikkei Sangyo Shimbun. Demnach habe Apple-Chef Steve Jobs dem Konzernchef von Sony, Nobuyuki Idei, bereits im Januar angeboten, den iTunes Music Store für Sony-Geräte kompatibel zu gestalten. Es ist jedoch nicht bekannt, ob dem Angebot auch schon konkrete Vereinbarungen gefolgt sind. Beide Unternehmen haben zu dem Thema keinen Kommentar abgegeben.
Das Angebot seinen Online-Musikshop für Sony zu öffnen ist vor dem Hintergrund des Starts der Betaversion von Microsofts MSM Music eine Möglichkeit für Apple die Reichweite von iTunes zu erhöhen. Eine Vereinbarung mit Sony würde zwar Kunden für iTunes bringen, aber ein wichtiges Verkaufsargument für den iPod zumindest abschwächen. Entscheidender ist jedoch, dass Sony beim Audio-Kompressionsverfahren ein Konkurrent von Apple ist. Sony will das ATRAC-Format, Apple das AAC-Format als Standard etablieren. Microsoft setzt hingegen auf das WMA-Format.
Apple war bisher recht zurückhaltend mit der Öffnung seiner Software für andere Hardware-Hersteller. Hewlett-Packard stellt den iPod seit August in Lizenz her und auch für Motorola-Handys hat Apple den iTunes Music Store geöffnet. Im Gegensatz zu Apple setzt Microsoft mit MSN Music auf die Kompatibilität mit zahlreichen Herstellern.
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