NEWS / Auswahl der idealen Hardware für E-Commerce
Was für den Betrieb eines Webshops wichtig ist
26.11.2020 13:15 Uhr    0 Kommentare

Die Auswahl einer leistungsfähigen Hardwareplattform in Kombination mit der richtigen Software ist entscheidend für den Erfolg einer E-Commerce-Webseite. In der Tat soll im Voraus bestimmt werden, welcher Belastung eine solches Systems ausgesetzt sein wird.

Wenn es sich um eine kleine Seite eines Online-Geschäfts handelt, die eine begrenzte Anzahl von Artikeln anbietet, sind die Hardwareanforderungen tendenziell eher gering. Bei einer großen Webseite, die Verbindung zu Datenbanken sowohl für registrierte Benutzer als auch für eine große Anzahl von Produkten herstellt, ist eine entsprechend leistungsstarke Hardware ein Muss. Die Aufgabe, die Hardware für eine solche Plattform zu bestimmen, besteht darin, einen oder mehrere Prozessoren mit ausreichender Rechenleistung, Festplatten mit ausreichender Kapazität und angemessene Kommunikations-Hardware auszuwählen.

Schätzung der Auslastung des Hardwaresystems für E-Commerce

Für die Rechenleistung des Hardwaresystems, das einen Webshop bedient, ist die Gesamtzahl aller registrierten Benutzer sowie die Anzahl der Benutzer, die gleichzeitig auf der Seite aktiv sind, maßgebend. Wenn die Website einen Warenkorb anbietet, wie z.B. der Fall bei snusdirect ist, ist dementsprechend die Anzahl der gleichzeitigen Bestellungen, die in der Bearbeitungsschlange ausstehen, wichtig. Das bestimmt auch die Anforderungen an das Datenbanksystem.

Natürlich bieten große Webseiten eine Vielzahl von Produkt-Suchoptionen, die hohe Anforderungen an Datenbankfestplatten stellen (Verarbeitungsgeschwindigkeit, Zugriffsgeschwindigkeit, Anzahl der Lese- oder Schreibvorgänge auf der Festplatte) ‒ hierfür bieten viele Hersteller speziell optimierte Drives an und generell ist der Einsatz von SSDs empfehlenswert. Der Faktor, der die Kapazität von Festplatten bestimmt, hängt von der Produktpalette und von der Größe der Datenbank ab. Außerdem erfordern E-Commerce-Seiten mit dynamischen Inhalten (PHP) normalerweise leistungsfähigere Prozessoren. Viele moderne Funktionen in Webshops fordern außerdem auch die lokale Hardware des Benutzers, da dynamische Inhalte per AJAX/Javascript viele Ressourcen benötigen können und den Browser fordern.

Web- bzw. Online-Shops gehören zu unserem Alltag und haben hohe Anforderungen (Bildquelle: Pixabay)

Web- bzw. Online-Shops gehören zu unserem Alltag und haben hohe Anforderungen (Bildquelle: Pixabay)

Mindestanforderungen an die Leistung der Prozessoren und die Festplattenkapazität

Die Mindestparameter eines Systems zum Anbieten eines zuverlässigen E-Commerce-Dienstes beginnen bei einem einfachen Quad-Core-System, 4 GB Speicher und Speicherplatz für die Datenbank von mindestens 10 GB. Der Speicherplatz hängt natürlich stark vom Inhalt des Webshops ab, d.h. ob viele Inhalte (Bilder, Videos, Animationen, etc.) dargestellt werden oder lediglich Text. Für eine e-Commerce-Seite mit einigen hundert Benutzern wird mindestens ein Quad-Prozessor mit 16 GB RAM und 200 GB Festplattenkapazität empfohlen.

Natürlich darf man nicht vergessen, dass kommerzielle Online-Seiten rund um die Uhr geöffnet sind. Dies bedeutet, dass die verwendeten Server zuverlässig sein müssen und es nach Möglichkeit wünschenswert ist, einen Backup-Server bereitzustellen, damit wichtige Kunden- und Bestelldaten bei Systemausfällen nicht verloren gehen. Gleiches gilt für Stromversorgungssysteme, bei denen die Verwendung von unterbrechungsfreien Stromversorgungen (UPS) obligatorisch ist. Die Kommunikationshardware (Netzwerkkarten, Router) soll in der Lage sein, die entsprechende Anfragenanzahl pro Sekunde zu übernehmen und den anfallenden Datenverkehr (Traffic) bewältigen zu können. Wird die Hardware in einem externen Rechenzentrum installiert und betrieben, sollte man auch die bereitgestellte Übertragungs-Bandbreite und evtl. Trafficlimits im Auge behalten.

Für einen Webshop ist die richtige Hardware wichtig

Für einen Webshop ist die richtige Hardware wichtig

Quelle: Hardware-Mag, Autor: Patrick von Brunn
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